SPD 2008
   
Geld stinkt nicht, wenn aber nur noch das Börsenbarometer die Stimmungslage einer Gesellschaft bestimmt, dann ist etwas hochgradig faul in Europa und im "Rest" der Welt. Jugendliche haben vielleicht das beste Gespür für den ungesunden Wandel. Wenn in Spanien 50% der Jugend arbeitslos ist, wenn in Großbritannien Schul- und Studiengebühren ins unermessliche steigen, bei uns ähnliche Belastungen ständig zunehmen und zeitgleich Jugendeinrichtungen schließen, dann kann man verstehen, dass die "Unruhe" unter den Betroffen steigt. Die Waage kippt
   
Fifth Avenue 10% der Bevölkerung in Deutschland besitzt 56 Prozent des angehäuften Eigentums. Während gleichzeitig die Zahl derer, die man zu dem Prekärtariat rechnen muss, steigt. Die Reichen werden also folglich immer reicher und die Armen immer ärmer. Diese Einschätzung ist nicht vom so oft unterstellten Sozialneid geprägt, sondern bezieht sich auf allgemein gültige Statistiken. Während Schröder noch durch die Einführung von Hartz IV, die illegalen Nutznießer der "Sozialen Hängematte" im Auge hatte, sollte Merkel anlog dazu Hartz XL für die Wohlhabenden installieren. Der ehemals so oft gepriesene "Sozialstaat Deutschland", droht sonst im "Wohlstand" zu verkommen. Die Jugend Europas möchte aber angemessen an der Weiterentwicklung ihrer Gesellschaft teilhaben und auch dafür etwas tun. Nur muss man sie auch lassen!
   
Immer häufiger stemmt sich deshalb ein Teil der Jugend, die der Sozialabbau unmittelbar trifft, gegen diese Entwicklung. Zu Recht. Damit will ich nicht die mordenden Banden oder Einzeltäter verteidigen, die in Berlin und anderen Großstädten nächtlich Fahrzeuge brandschatzen. Diese Trittbrettfahrer der Unzufriedenheit zeigen aber die allgemeine, unter Teilen der Jugend immer größer werdende, Unzufriedenheit auf. Die Zweifel über die Chancen die Milliarden an Schulden der Staaten und Banken einmal legal zurückzuführen, lässt gleichzeitig die Hoffnung an einer generationsgerechten Lastenverteilung schwinden. Geld stinkt aber dann, wenn es in den Händen einiger Spekulanten und Politiker scheinbar nur noch Unheil anrichtet. Wie hieß es doch in der Studentenzeit der siebziger Jahre: "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt." PV Fünf vor zölf
   

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