Ansichten
   
Schulbus in NY


„Lehrstück Schulbusstreit“ vom 15.12.2007........2011!


Sicherlich kann man über den wachsenden Schuldenberg in Schleswig – Holsteins klagen.  Diesen aber  an der Befreiung der Eltern von den Schulbuskosten  festzumachen, ist mehr als nur dreist.

   
Es gab und gibt parteiübergreifende, kommunalpolitische Gemeinsamkeit vor Ort,  die sich gegen eine Elternbeteiligung an den Schulbuskosten stellt.  In der Vergangenheit hat man den Eltern auf dem „platten Land“ bei der Zusammenlegung bzw. Aufhebung der kleinen Schulstandorte versprochen, ihre Kinder in Zukunft kostenfrei zu befördert. Die Realität von heute hat die Versprechungen der Vergangenheit  schon lange  überholt.   Landes- und Kommunalpolitiker schließen oder verändern „ohne Rücksicht  auf Verluste“  Schulstandorte und zwingen  kommende Schülergenerationen zur Mobilität auf eigene Kosten. Kein faules Obst bitte!
   
Dom In Zeiten, da alle über die Reduzierung von CO2-Emissionen sprechen, sollten sich die Politiker und auch Kommentatoren überlegen, ob nicht  für viele Schüler der Fuß- oder Radweg zur Schule  kosten- und auch energiesparender  ist.  Der „sich selbstbewegende“ Schüler bleibt  erwiesener Maßen länger gesund, kommt wach in die Schule und nimmt viele Eindrücke mit in den Unterricht.
Ist es nicht - aktuell betrachtet -  besonders kontraproduktiv,  Karawanen  von Schulbussen an die nicht immer koordiniert entstandenen Gemeinschaft- und Regionalschulen fahren zu lassen? Nicht zu vergessen die Gymnasien, die sich immer in Stadtzentren oder in deren Nahbereich befinden. Die Zeche bezahlt vorwiegend die Landbevölkerung.

   

Die Beteiligung der Eltern an den Schulbuskosten war m. E. von Anfang an eine „billige und  nicht zu Ende gedachte Form“ der Mitfinanzierung des öffentlichen Nahverkehrs. Viele Menschen, darunter die gegenwärtig und zukünftig Erziehenden, werden bei der nächsten Wahl  hoffentlich eher jenen Politikerinnen ihre Stimme - wenn überhaupt -  geben, die  schulpflichtigen Kindern einen angemessenen und kostenlosen  Zugang zur gewünschten Schulart in Wohnortsnähe ermöglichen. Ferner sollten wir "Landmenschen" die Forderung aufstellen, dass die ländliche Infrastruktur in angemessener Form und Qualität nicht nur aus Notfallfahrzeugstandorten bestehen sollte, sondern auch jene Einrichtungen vorhält, die eine ständige Frequentierung adäquater  Einrichtungen  im städtischen Bereich überflüssig machen.
PV

   
Alle Angaben ohne Gewähr. © PV